Samstag, 19. April 2014

Chemo 2 im 2. Zyklus

                 Winston in seiner letzten Nacht im Krankenhaus, endlich mal entspannt geschlafen.



Schon wieder eine Woche Chemotherapie überstanden!! Seit gestern Abend sind wir wieder zu Hause.

Winston ging es diese Woche wieder insgesamt ganz gut. Wir waren bereits zum dritten Mal für die Therapie auf einer anderen Station, da Station Pfaundler ständig voll bzw. überfüllt ist.

Dieses Mal hatten wir ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, das war schon fast Luxus.

An- und Abreisetag sind immer besonders anstrengend, da dies besonders auf den anderen Stationen mit viel Warterei verbunden ist. Dort dürfen nur die Ärzte an den Katheter zum An- und Abstöpseln, so dass wir tatsächlich stundenlang warten müssen bis das mal passiert.

Gestartet sind wir in die Chemo mit nur 900 Leukozyten. Der Hämoglobinwert war am Donnerstag bei 7,8 und ist gestern noch auf 7,4 abgerutscht. So stand eine Bluttransfusion zur Diskussion. Da Winston aber putzmunter war und man ihm die schlechten Blutwerte nicht wirklich anmerkt, durften wir ohne Transfusion nach Hause.

Am Mittwoch war er richtig schlapp und hat am Nachmittag über 4 Stunden geschlafen.
Die Nächte waren auch sehr anstrengend, da er über 2 Liter Flüssigkeit pro Tag per Infusion bekommt und durch die Unruhe nachts (Piepsen der Infusionsständer, anderes Kind, überhaupt Krankenhausatmosphäre, Blutabnahme um 2 Uhr nachts, ständiges Pippimachen) noch viel Milch trinkt (bis zu 1,2 Liter). Ich bin daher immer wieder mit Windeln wechseln beschäftigt.

Nachdem Winston die letzten Wochen immer starken Durchfall durch die Chemo bekommen hat, ist dieses Mal genau das Gegenteil passiert. Jetzt müssen wir den Stuhl mit Medikamenten wieder weich machen. Das scheint mir doch die bessere Alternative.

Die letzte Nacht hat Winston dann viel ruhiger geschlafen, so dass er wirklich ausgeruht in den Abreisetag starten konnte.

Die Kinder hängen sehr aneinander. Wenn Lilian ins Krankenhaus kommt, blüht Winston jedes Mal auf. Lilian beschäftigt sich gedanklich auch immer wieder mit Winstons Krankheit. Dass er sich anfangs immer wieder erbrochen hat, macht ihr immer noch Angst und sie fürchtet sich, dass das wieder kommt. Vor zwei Wochen hat sie sich selbst mal erbrechen müssen, das war dann ganz furchtbar für sie.

Jetzt heißt es für die nächste Woche ausruhen, das Familienleben genießen, Termine zu Hause und in Freiburg wahrnehmen, Wäsche waschen und Kräfte sammeln.

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